Geologie Falkenaus
Geologie Falkenau[1]
Die Gesteine der Grundgebirge des Erzgebirges und des Hainichen- Frankenberger Zwischengebirges bilden den geologischen Unterbau der Flur Falkenau. Die Schichten der Flöhaformation stellen das Deckgebirge dar. Sie lagern dem Grundgebirge auf. Die jüngsten Ablagerungen hinterließen im Quartär die Flüsse Flöha und Zschopau.
Auf der Flur Falkenau ist vor allem der Phyllit ein weit verbreitetes Gestein des Grundgebirges. Er dominiert weite Oberflächenbereiche der Schweddey, des Butter und des Schussberges sowie des Oederaner Waldes. Hier stößt er westlich des Zechengrundes auf eine Formation von Glimmerschiefer. Südlich der Schweddey bei Grünberg und in der Foldung grenzt der Phyllit an die im Erzgebirge vorherrschenden Gneise an.
Eingeschaltet in den Phyllit finden sich häufig Linsen von kristallinen Kalk. Die Kalkvorkommen erreichten in vergangenen Jahrhunderten auch wirtschaftliche Bedeutung und Kalkabbaue gab es in unserer Region vor allem in der Schweddey, aber auch an anderen Orten.
In den Gesteinen des Grundgebirges sind als weitere wichtige Rohstoffe Erze zu finden. Erzvorkommen sind vor allem in Form von Erzgängen, aber auch in anderen Lagerstättentypen, anzutreffen. Bei Falkenau gab es vor allem im Zechengrund Bergbau auf einer Vielzahl kleiner Erzgänge.
Ein Großteil der Flur Falkenau befindet sich im Flöhabecken einer kleinen intramontanen Senke. Im Karbon wurde der Erosionsschutt der umgebenden variszischen Gebirge in Form von Sedimenten in das Becken eingetragen. Diesen Prozess unterbrachen Vulkanitsequenzen. Die Sedimente, Konglomerate, Sandsteine und Schiefertone sowie die Vulkanite stellen eine eigene kleine geologische Formation dar, die Flöhaformation. Die Sedimentschichten führten auch geringmächtige Flöze von Steinkohle, was zu einem Jahrhunderte langen Steinkohlenabbau im Flöhaer Becken führte.
Die Flüsse Flöha und Zschopau schufen Taleinschnitte in die Ablagerungen und trugen diese größtenteils, bis auf die Grundgesteine des Erzgebirges und des Hainichen- Frankenberger Zwischengebirges, wieder ab. Auf den Schollen zwischen den Tälern verblieben mehr oder minder großflächige Erosionsrelikte der Sedimente und Vulkanite. Diese Areale werden traditionell nach der durch die Flüsse geschaffenen Morphologie untergliedert in eine Struth- und eine Schweddeyscholle sowie die Schollen im Oederaner Wald und die nördlich von Flöha und Gückelsberg.
Historisch teilte man die Flöhaschichten in eine untere Stufe der Sedimente, eine Zwischenschicht vulkanischer Ablagerungen und eine obere Stufe Sedimente ein. Den Abschluss sollten die vulkanischen Ablagerungen des Beuthenberges darstellen. Dieser sogenannte Zeisigwaldtuff wurde nicht den Flöhaschichten zugeordnet, sollten aber ebenfalls reliktisch erhalten sein.
Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen wurde die Dreiteilung mehr oder minder aufgegeben, da die Ablagerung der Sedimente kontinuierlich erfolgte und durch die Vulkanitsequenzen nur kurzzeitig unterbrochen wurde. Bei den Vulkaniten handelt es sich um die Ablagerungen pyroklastischer Ströme unbekannter Herkunft. Das Gestein wird als Rhyolith bezeichnet. Relikte des Zeisigwaldtuffes befinden sich im Becken nicht bzw. nicht mehr. Alle anzutreffenden Vulkanite sind Paläorhyolithe karbonischen Alters [2].
Betrachtet man nur die Flur Falkenau, so sind von den Flöhaschichten Teile der Schweddeyscholle und die gesamte Scholle im Oederaner Wald auf ihr gelegen. Am Nordrand der Schweddey, im Bereich des sogenannten Wandernden Berges, liegt der Rhyolith direkt auf dem Phyllit des Grundgebirges auf. Der Berg ist als geologische Besonderheit regional bekannt.
Auf der Scholle im Oederaner Wald stellen sich die Lagerungsverhältnisse etwas anders dar. Der Rhyolith liegt hier Sedimenten auf, bevor das Grundgebirge erreicht wird. Früher wurden diese Sedimente der unteren Stufe der Flöhaformation zugeordnet. Der Rhyolith ist dabei vor allem am Schussberg, östlich der Kirchallee und an seiner nördlichsten Ausdehnung im Oederaner Wald soweit erodiert, dass die Sedimente in schmalen Streifen unter diesem zum Vorschein kommen.
Im oberen Teil des Höllengrundes befindet sich, mitten im Rhyolith, eine kleine völlig isolierte Sedimentinsel. Sie wird auch als Karbonküppchen bezeichnet. Hier gab es Anfang des 19. Jahrhundert Abbauversuche auf Steinkohle.
Quartäre Ablagerungen befinden sich als jüngste Sedimentationen an den Beckenhängen und in den Flussauen. Zunächst wurden während der Eiszeit Hochterrassen von Flussschottern abgelagert. Diese befinden sich vor allem nördlich von Gückelsberg und Flöha. In den gegenwärtigen Auen der Flüsse Zschopau und Flöha wurden und werden von diesen stetig Gerölle, Sand und Lehm sedimentiert.
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/geologie_falkenau.txt`
- Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.