Rhyolith
Rhyolith[1]
Rhyolith ist ein vulkanisches Gestein. Er weist häufig, wie auch in den Schichten der Flöhaformation, eine porphyrische Struktur auf. Charakteristisch für diese ist, dass sich eingebettet in eine mikrokristalline Grundmasse gröbere Einsprenglinge befinden. Zudem macht Quarz einen hohen Mengenanteil des Gesteines aus. Früher wurde das Gestein daher als Quarzporphyr bezeichnet. Im Flöhabecken gelangten der Rhyolith als pyroklastische Dichteströme zur Ablagerung. Auf diese Art entstandenes Gesteine werden auch als Ignimbrit bezeichnet. Je nach Höhe der Temperatur bei der Ablage und späterer Kompaktierung können diese stark, oder weniger stark verschweißt sein.
Bei den Vulkaniten der Flöhaschichten handelt es sich demnach um Rhyolithe mit porphyrischer Struktur und hohem Quarzanteil, welche ignimbritisch zur Ablagerung gelangt und überwiegend stark verschweißt sind. Auf Grund ihres hohen Alters werden sie auch als Paläorhyolithe bezeichnet. Die Liefergebiete dieser Vulkanite, die aus mehreren Fließeinheiten bestehen, sind unklar. Außerhalb des Beckens sind eine ganze Reihe isolierter Vulkanitvorkommen mit Eruptionszentrum bekannt. So der Schellenberg von Augustusburg, der Rote Stein bei Euba sowie Vorkommen bei Altenhain und Mühlbach. Als Liefergebiete für die Rhyolithe im Flöhabecken scheiden sie jedoch aus ((Löcse, Frank, Meyer, Jürgen, Klein, Ralph, Linnemann, Ulf, Weber, Jörg, Rößler, Ronny, Neue Florenfunde in einem Vulkanit des Oberkarbons von Flöha, Veröffentlichungen des Museums für Naturkunde Chemnitz, Heft 36, 2013 )). Man muss leider feststellen, dass man bis heute zur Herkunft dieser Gesteine keine Aussagen treffen kann.
Rhyolithe weisen häufig Einschlüsse von Fremdgesteinen auf. Diese wurden entweder vom Kraterrand gerissen, als in diesem Magma und Gase nach oben geschleudert wurden, oder sie wurden vom pyroklastischen Strom aufgenommen, als dieser über dem Boden an den Vulkanflanken hinab raste. Bezeichnet werden diese Einschlüsse als Xenolithe. Der Rhyolith wurde auch in der Flöhaer Region als Rohstoff abgebaut. Als Quarzporphyr wurde er vor allem zu Schotterzwecken verwendet. Geologisch betrachtet handelt es sich hierbei um stark verschweißten Rhyolith, welcher in einer Vielzahl von Steinbrüchen in und um Flöha gewonnen wurde.
Ebenso abgebaut wurden schwach verschweißte Rhyolithe welcher technisch als Tuff bezeichnet wurde. Da sich das weichere Material gut bearbeiten ließ, wurde es vor allem als Werkstein, etwa für Tür- oder Fensterrahmen, verwendet. Da dies gleichermaßen auf den Zeisigwaldtuff in den Chemnitzer Steinbrüchen und auf die Brüche im schwach verschweißten Rhyolith bei Flöha zutraf, wurden in der älteren Literatur beide Gesteine gleich gesetzt und als Zeisigwaldtuff bezeichnet.
Erosionsreste des Rhyolith sind auf Falkenauer Flur vor allem am Wandernden Berg sowie im Oederaner Wald und am angrenzenden Schußberg erhalten.
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/rhyolith.txt`
- Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.
- ↑ von Ralph Klein