Gut Kalkofen
Bauerngut Kalkofen
Der „Kalkofen“ lag bergauf an der alten „Grünberger Straße“ und hatte die Postanschrift Straße der Einheit 51. Von Falkenau aus linker Hand erstreckt sich die „Höhe 431“ mit der Anlage der Antennengemeinschaft Falkenau.
Anschließend ist eine Wegkreuzung. Der rechtsabzweigende Waldweg führt in die Schweddey. Der Feldweg zur Linken, der gleichzeitig die Grenze zur Gemarkung Grünberg (Augustusburg) bildet, führt geradewegs zum „Kalkofen“.
Abgesehen von einigen mit Strauchwerk bewachsenen Geröllhaufen, einer Handvoll verstreuter Feldsteine und einer steinernen Torsäule, die noch den Eingang zum ehemaligen Grundstück markiert, deutet nichts mehr darauf hin, dass noch bis 1976 ein Gehöft, genannt der „Kalkofen“ dieses südlichste Zipfelchen Falkenauer Flur prägte.
mini Mauerreste Mitte rechts
Seit dem ausgehenden Mittelalter wurde an dieser Stätte durch Erhitzen des im nahen Kuhsteingebiet und in der Schweddey abgebauten Kalksteins, Kalk für Bauzwecke verarbeitet. Erst im 19. Jahrhundert ließ die Ergiebigkeit der Kalkbrüche und -gruben nach. Mit der Einstellung der Bergbautätigkeit, etwa Mitte des 19. Jahrhunderts, verlor auch der „Kalkofen“ seine Bedeutung und wurde durch dessen Nutzer zu einem landwirtschaftlichen Gut ausgebaut.
Das Bauerngut „Kalkofen“ befand sich vor 1946 im Besitz der Familie Anke, bestehend aus Vater, Mutter und Sohn Rudi. Vater und Mutter wurden am 11.03.1946 von russischen Soldaten getötet.
Später gab Rudi Anke den „Kalkofen“ auf und ging mit seiner Frau nach dem Westen. mini In den 1960er und 1970er Jahren wurde der „Kalkofen“ von der Familie Bäßler bewohnt. Nachdem Familie Bäßler 1975 im Dorf ein Eigenheim bezog, begann man mit dem Abriss der Gebäude auf dem „Kalkofen“.
Sicht aus Richtung Augustusburg 2020.
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/gut_kalkofen.txt`
- Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.