Steinbruch
Steinbrüche um Falkenau
In früheren Jahrhunderten gab es überall eine Vielzahl kleiner Steinbrüche. Gesteine als Rohstoff unterlagen keinen landesherrschaftlichen Bestimmungen, so dass ihr Abbau von jedem Grundstückseigentümer betrieben werden konnte. Kurze Transportwege waren damals einer der wichtigsten Faktoren, um Kosten zu sparen. So wurde häufig in unmittelbarer Nähe von größeren Bauvorhaben nach geeigneten Gesteinen gesucht, welche als Baustoff dienten. Ebenso wurde versucht, das Material für Neubau oder Instandhaltung des örtlichen Wege- und Straßennetzes in der näheren Umgebung abzubauen. So kam es, dass viele Landwirte oder Waldbesitzer einen kleinen, zumeist nur temporär genutzten, Steinbruch hatten. Wurde dieser dauerhaft nicht mehr benötigt, wurde er oft vom gleichen Besitzer, später von den Gemeinden, als Müllplatz genutzt. Im 20. Jahrhundert, spätestens nach der politischen Wende 1989, wurden diese Orte weitgehend saniert und mit Erdreich abgedeckt. Die meisten der kleineren Steinbrüche sind daher heute nicht mehr auffindbar oder es deutet nur noch eine Baumgruppe auf dem Feld oder am Waldesrand auf ihre einstige Existenz hin.
Steinbrüche im Phyllit
Phyllit hat vor allem als Schotter, aber auch als Bruchstein wirtschaftliche Bedeutung. Um Falkenau wurde er etwa in einem heute weitgehend verfüllten Steinbruch Kuhberg und im kleinen Steinbruch Schussberg abgebaut. Möglicher Weise diente das Material zum Bau des Wehres und des Mühlgrabens.
Am Butterberg wurde in den 1980er Jahren Phyllit abgebaut.
Steinbrüche im Rhyolith
Der Rhyolith wurde auch in der Flöhaer Region als Rohstoff abgebaut. Als Quarzporphyr wurde er vor allem zu Schotterzwecken verwendet. Geologisch betrachtet handelt es sich hierbei um stark verschweißten Rhyolith, welcher in einer Vielzahl von Steinbrüchen in und um Flöha gewonnen wurde. Gleiches trifft auf schwach verschweißten Rhyolith zu, welcher technisch als Tuff bezeichnet wurde. Da sich das weichere Material gut bearbeiten ließ, wurde es vor allem als Werkstein, etwa für Tür- oder Fensterrahmen, verwendet.
Auf Falkenauer Flur wurde ein größerer Steinbruch an der B 173 am Oederaner Berg im Rhyolith betrieben. Obwohl das Material recht weich ist, war es stark brüchig und konnte sicher nur zur Schotterung genutzt werden. Auf dem Schußberg mitten im Wald befindet sich ein weitere kleiner Steinbruch. Dieser Rhyolith ist stärker verschweißt und deutlich härter.
Steinbruch Kuhberg
- In einem Steinbruch am Ende der Plauer Straße oberhalb des Skiliftes wurde Phyllith abgebaut.
Steinbruch Schussberg
- Ein weiterer Steinbruch, in dem Phyllith abgebaut wurde, befand sich am Flöhahang des Schussberges in Höhe des Wehres in der Flöha.
Steinbruch Butterberg
- Ein weiterer Steinbruch, in dem Phyllith abgebaut wurde, befand sich am Butterberg.
mini Für den Bau der neuen Trassenführung der Bahnlinie zwischen Flöha und Oederan im Bereich des Hetzdorfer Viadukts wurde in den 1980er Jahren am Butterberg eigens ein Steinbruch im Phyllit angelegt. Für die gewaltigen Dämme benötigte man große Schüttmassen, welche man aus Kostengründen in unmittelbarer Nähe abbaute. Der Bruch wurde als Masseentnahme bezeichnet und erreichte mit 4 Abbausohlen beachtliche Ausmaße. Kurz vor der Inbetriebnahme der neuen Bahntrasse im Jahr 1992 wurde der Steinbruchbetrieb eingestellt. Die Sohlen wurden vollständig mit Erde aufgefüllt. Das gesamte Gelände ist umzäunt und als Naturdenkmal und Entwicklungsfläche für rohbodensiedelnde Pflanzen und Tiere ausgewiesen.
Steinbruch Oederaner Wald
- Ein weiterer Steinbruch befindet sich im Oederaner Wald an der Bundesstraße B173.
- In diesen Steinbruch wurde Rhyolith abgebaut.
Heidelerchenbruch
Er hat sich unterhalb des Wandernder Berg befunden. Das Bruchmaterial wurde mittels Bauzügen zur Baustelle Hetzdorfer Viadukt transportiert
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/steinbruch.txt`
- Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.