Hetzdorfer Viadukt
Entstehung
Er befindet sich zum großen Teil auf der Gemarkung Falkenau [1]. Der Viadukt verband die Eisenbahnstrecke Dresden-Werdau.
Beim Bau der 325,5 m langen und 89,6 m hohen Talbrücke bei Hetzdorf, die die Eisenbahn über das Flöhatal in einer Krümmung von 566 m (1000 sächs. Ellen) Halbmesser hinüberführt, wurde zur Anförderung der Baustoffe eine 22 000 Fuß 6,23 km lange Förderbahn vom Bahnhof Flöha angelegt. Sie soll sich als sehr vorteilhaft erwiesen haben, meint der Chronist Seifert.
>Im Frühjahr 1867 wurden die Bauarbeiten allerwärts begonnen. Es wurden auch sämtliche Pfeiler der wegen der schönen Form ihrer Gewölbe der Landschaft zur Zierde gereichenden Talbrücke bis zur Kämpferhöhe[2] ausgemauert und mit 6 Bögen geschlossen. Im Herbst 1868 stand sie als fertiges Bauwerk da.
>Die Talbrücke bei Hetzdorf hat 550 000 Taler[3]gekostet. In Falkenauer Flur liegen 2.38 km der Bahnstrecke Dresden- Werdau.
>Oberhalb der vormaligen Exschen Scheuertuchfabrik[4] an der Hetzdorfer Brücke, am Ausstieg zur Bastei, hat sich während des Baues ein Bürohaus befunden, das später für Wohnzwecke[5] umgebaut wurde und in dem sich die Gaststätte «Pudelmütze« befunden haben mag. Eine 2. Kantine war in der Nähe des Hetzdorfer Bahnhofes untergebracht. Der Bewirtschafter dieser, der Strumpfwirkermeister Winkler aus Falkenau, errichtete nach Fertigstellung der Haltestelle in Falkenau im Hause Ortsliste-Nr. 68 (heute: Straße der Einheit 40) eine Bahnhofswirtschaft.
Der Bau des Viadukts war der ganzen Umgebung zum Segen in schwerer, arbeitsloser Zeit geworden. Er wurde am 13. Juni 1866 gegründet. Während bis dahin ähnliche großangelegte Bauten immer in sehr starken Dimensionen zu sehen waren, wurde dieses Bauwerk in schlanker und gefälliger Form und äußerst solider und sauberer Ausführung erstellt. Der Berichterstatter der damaligen Zeit sagt: „Die harmonischen Farben des blaugrauen Gneises neben der Farbe des Pirnaer Sandsteines geben ein herrliches Colorit, und die mit Laub- und Nadelholz dicht bewachsenen Ufer der Flöha vollenden das schöne Bild.“
>1 Million Kubikellen [6] harter Kneis mußte bewältigt werden, der aus tiefen Einschnitten der beiden Seiten des Viaduktes zu sprengen und fortzuschaffen war. Das Baumaterial wurde zum Teil aus dem "Heidelerchenbruch" unterhalb des wandernden Berges gewonnen und mittels Bauzüge nach der Baustelle transportiert, ein anderer Teil des Materials am rechten Flöhaufer in der Nähe des Liebermannschen Wehrteiches Steinbruch am Kuhberg gebrochen.
Am Tag der Schlussteinsetzung[7] fand eine große Eröffnungsfeier statt. Am 23. September 1868 früh 8 Uhr fuhr die erste Lokomotive über die Brücke.
Betriebsgeschichte
Stillegung=
Wanderweg
Fledermäuse
Mittlerweile beherbergt der Viadukt Fledermäuse Freie Presse vom 11.08.2018
Sanierungsarbeiten
2018
Im Oktober 2018 wurde begonnen die Betonpflastersteine der Fahrbahn[8] zu entfernen. minimini
Anschließend wurde der Weg mit Bitum aufgefüllt.
Brückenfeste
Nach der Stillegung hat der Intersssenverein Hetzdorfer Viadukt einige Brückenfeste veranstaltet
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/viadukt.txt`
- Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.