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Waldschmelzhütte

Aus Falkenau Wiki
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Waldschmelzhütte im Zechengrund

Die alten Waldschmelzhütten befanden sich meist in abgelegenen Waldgebieten und fern menschlicher Siedlungen, denn solch eine Hütte benötigte noch wenig Wasserkraft. Was sie vor allem brauchten war Holz für Holzkohle herzustellen. Und der Bedarf an Holz war gewaltig und schon nach wenigen Jahren der Arbeit war ein Wald abgeholzt. Das Erz das für die Schmelze benötigt wurde baute man in der Regel vor Ort ab . Man brachte in diesen Zeiten das Roherz nicht an weit entferne Orte zur Verhüttung.

In der Oederkarte 1586 -1602 ist solch eine Hütte im Oederanschen Wald verzeichnet[1]. Es gehörte zum Bergwerk des sächsischen Kurfürsten und bediente wahrscheinlich auch das Bergwerk der Familie Schönberg, welches bachabwärts in unmittelbarer Nähe angrenzte. Dokumente von der Beschaffenheit der Waldschmelzhütte sind fast keine vorhanden. Aus dem Jahre 1593 gibt es eine Niederschrift, die Bergaufsicht Freiberg und Christoph von Schönberg berichten über das defekte Feldgestänge des kurfürstlichen Bergwerkes und bitten um Bewilligung zur Reperatur. Aus diesem Schreiben geht auch hervor, daß zum Anwesen dieser Hütte ein Kohlehaus und ein Pochwerk bestand[2].

Bereits am 25.09.1583 teilt Kurfürst August in einem Bergfreiheitsbrief an die Bergwerke auf dem Oederischen Walde mit:,,..daß sie von Fuhren[3] zu den Freibergischen Hütten verschonet werden. So wollen wir zu erster Gelegenheit ein Schmelzhütten, noth dürftigen Pochwerk zu Berförderung solches Bergwerkes in der Nähe erbauen lassen.."[4]. Mit diesem Bergfreiheitsbrief war der Grundstein für die große Schmelzhütte an der schwarzen Brücke - Lehngut besiegelt. Im Jahre 2012 konnte der Flöhaer Geologe Helmut Grohe mit Schlackefunden einen weiteren Beweis erbringen zur Existenz der Waldschmelzhütte auf dem Waldflurstück 533 der Gemarkung Falkenau/Flöha.

Quellen und Hinweise

  • DokuWiki-Quelle: `data/pages/waldschmelzhuette.txt`
  • Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.
  1. Sächsisches Hauptstaatsarchiv Makro 00702-00900
  2. Sächsisches Hauptstaatsarchiv DD Bestand 40001, LfdNr.3298
  3. Holzkohlefuhren
  4. Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden Bestand 40174 Lfd.Nr.101 Seiten 1-60