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Phyllit

Aus Falkenau Wiki
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Phyllit[1]

Phyllit ist ein metamorphes Gestein dessen Ausgangsprodukt sehr feinkörnige schlammartige Sedimente vom Boden der Meere waren. Die Phyllite des Erzgebirges haben ihren Ursprung in den Ozeanen zwischen Gondwana und Laurussia vor etwa 500 - 450 Millionen Jahren.

Durch den Druck auflagernder Gesteinsschichten wurden die Meeressedimente zunächst zu Tonschiefer verfestigt. Anschließend wurde das Gestein an den damaligen Kontinentalrändern in tiefere Erdschichten subduziert und bei der variszischen Gebirgsbildung im Zuge der Kontinent- Kontinent- Kollision wieder angehoben. Durch die dabei herrschenden Metamorphosebedingungen bildete sich Phyllit. Entsprechend seines Ausgangsproduktes ist auch dieser sehr feinkörnig. Er besteht hauptsächlich aus feinsten Muskovitglimmer, welcher dann als Serizit bezeichnet wird. Die Glimmerblättchen sind so klein, dass sie makroskopisch nicht erkennbar sind. Da das Gestein zumeist entlang der Schichtflächen spaltet, ist eine glatte, durch tektonischen Druck leicht gewellte oder gefaltete, Oberfläche mit seidigem Glanz charakteristisch.

Der Phyllit ist als breites, von Südwest nach Nordost quer über die Ortslage Falkenau verlaufendes Band, in unserer Region weit verbreitet. Unterbrochen von überlagernden Gesteinen der Flöhaformation und quartären Ablagerungen in der Flöhaaue, ist der Phyllit in der Schweddey, im Oederaner Wald östlich des Zechengrundes sowie am Butter und am Schußberg anzutreffen. Der Phyllit wurde in Steinbrüchen auch um Falkenau zur Schotterung aber auch als Bruchstein abgebaut. In einer Zone sogenannten Kalkschiefers, führt der Phyllit Linsen von kristallinen Kalk. Diese erlangten in der Region Flöha und Falkenau auch wirtschaftliche Bedeutung und wurden in Kalkabbauen gewonnen.

mini

Phyllit aus den oberen Kalkhöhlen in der Schweddey, Größe des Stückes 8 x 7 cm

Quellen und Hinweise

  • DokuWiki-Quelle: `data/pages/phyllit.txt`
  • Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.
  1. von Ralph Klein