Schmelzhütten
Es führte derjenige Ort den Namen Schmelzhütte, in dem man rohe Metalle reinigte und zubereitete. Die Beschaffenheit der Hütten überhaupt ist so verschieden, wie mannigfaltig die Verrichtungen sind, die darin vorgenommen werden sollten, woher sie dann auch die Namen Kupferhammer, Saiger- und Eisenhütten, Messinghütten etc. bekamen [1]. Dabei kamen in unserem Ort drei verschiedene Schmelzverfahren für die Silbergewinnung zur Anwendung.
Bevor in einer Schmelzhütte das Schmelzen von Erzen erfolgte, wurde ein Verschmelzen in einem Probierofen zur Ermittlung des Metallgehaltes durch den Hüttenmeister vorgenommen [2].
Für die Schmelze wurde eine große Mengen Brennholz benötigt. Zunächst wurde das Schwarzkupfer (es enthielt zu rund 70 Prozent Kupfer) in einem Schachtofen (eine Art Hochofen) mit Blei versetzt, der mit Holzkohle erhitzt wurde. Da Silber und Blei chemisch eng miteinander verwandt sind, binden sich beide Elemente aneinander. Im nächsten Schritt wurden die abgestochenen abgekühlten Scheiben senkrecht in den Saigerherd gestellt. Anschließend kam Holzkohle darauf und darunter. Die Kunst des Saigerns war es, die richtige Temperatur zu halten, so dass die Silber-Blei-Legierung heraustropfte und Kupfer übrig blieb. Später wurde das Kupfer in weiteren Öfen von Reststoffen wie Schwefel befreit. Die Silber-Blei-Legierung ist dann in einem Treibeherd geschmolzen worden. Dank unterschiedlicher Schmelzpunkte ließen sich beide Elemente voneinander trennen, das Blei konnte wiederverwendet werden.
Dieser Vorgang war für Münzleute und Kaufleute, wie für den Berg- und Hüttenmann, aber auch für den Besitzer und Leiter von Gruben wichtig. Der Erwerb beim Berg- und Hüttenwesen galt schon damals, als ein ehrlicher Beruf zur Vermehrung von Hab und Gut [3].
Zwischen Falkenau und Hetzdorf befand sich eine Schmelzhütte Richtung Hetzdorf. Eine weitere Schmelzhütte Lehngut. Eine Waldschmelzhütte befand sich im Zechengrung
>Überarbeitet werden muss: Kalkofen Schenkengut[4]
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/schmelzhuetten.txt`
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- ↑ Okomanische Enzyklopädie von J. G. Krünitz
- ↑ Siebentes Buch: Vom Probierwesen, aus De Re Metallica Libri XII von Georg Agricola des VDI Verlages Berlin 1928
- ↑ Erstes Buch: Vom berg- und hüttenmännischen Berufe und seinen Nutzen, aus De Re Metallica Libri XII von Georg Agricola des VDI Verlages Berlin 1928
- ↑ ein Kalkofen gehört zum Hüttenwesen