Glockenturm
1934 wurde ein Glockentrum in der Gustav-Haubold-Siedlung [1] erbaut und am Sonntag, den 21.10.1934 feierlich eingeweiht.
mini Zeichnung aus der Chronik
und so im Original
Der hölzernen Glockenturm befand sich auf dem heutigen Gelände der Gustav-Haubold-Siedlung Nr. 40 (Ortslistennummer 71n). Damals gehörte der Turm noch nicht zu diesem Grundstück und hatte die eigene Ortslistennummer 71s[2]. Es gibt dort keine Überreste mehr, die auf den Turm hindeuten könnten. Zumal er aus Holz gebaut wurde.
Für den Turm wurde ein dreistimmiges Geläute beschafft. Klank der Glocken: fis Moll- fis, -A, cis.
Die Glocken wurden in der Glockengießerei Schilling in Apolda gegossen und am 14.10.1934 im festlichem Geleit vom Bahnhof Falkenau Süd zum Glockenturm transportiert.
Große Glocke
Die größte Glocke wurde von der Falkenauer Arbeiterschaft gespendet, wobei wohl davon auszugehen ist, dass die größte Spende von der Firma Georg Liebermann Nachfolger AG gekommen ist.
Eine Arbeiterin der Firma Liebermann begleitet die Glocke in ihrer Arbeitskleidung.
mini Große Glocke
Mitlere Glocke
Die mittlere Glocke wurde von den Falkenauer Handel- und Gewerbetreibenden gespendet.
mini Mittlere Glocke
Kleine Glocke
Die kleine Glocke hat die Bauernschaft gestiftet.
=Glockenweihe
Am Glockenturm beginnt der Ortspfarrer Wischner die Feier mit der Weihrede.
Aufstellung der Teilnehmer des Festzuges am Lehngut
mini|AufstellungFrauen mini|AufstellungReiter
Drei Glocken wurden im 2. Weltkrieg allerdings enteignet, abgenommen und eingeschmolzen.[3]
Nur die kleine Bauernglocke aus Bronze konnte gerettet werden, weil die kleinsten Glocken nicht der Enteignung unterfiel. Diese Glocke wurde in den noch im Rohbau befindlichen neuen Kirchturm an der Straße der Einheit 3 überführt, so dass sie dort seit 11.10.1953 ihren Dienst als Zeituhr versah.[4]).
Unklar ist die Aufnahme, mini die 3 Glocken auf einem Wagen zeigt. Wie oben abgebildet, wurden die Glocken aber auf 3 verschiedenen Wagen transportiert.
Die Glocken in dem alten Glockenturm wurden von Herrn Uhlig geläutet, als dieser erkrankte übernahm diese Aufgabe Herr Kaiser. Als die neue Kirche 1955 erbaut wurde, wurde der alte Holzturm wegen Baufälligkeit abgerissen.
Ein schmaler Weg führte früher einmal an der Kreuzung B173/Gustav-Haubold-Siedlung direkt zum Turm. mini
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/glockenturm.txt`
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- ↑ damals hieß die Siedlung noch Eichwald-Siedlung
- ↑ Brandverzeichniskammer; Staatsarchiv Dresden; 10740;Nr. 10849
- ↑ in Flöha wurde die Beschlagnahme im November 1941 angekündigt und im Januar 1942 die Glocken abgebaut -Ortschronist Schreiter-, es ist anzunehmen, dass dies zeitgleich auch in Falkanau geschah
- ↑ aus "50 Jahre Falkenauer Kirche"