Autohaus Herzog
| Autohaus Herzog | |
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| Bild / Logo | |
| Branche | Autohaus |
| Adresse | |
| Ort | Falkenau |
| Gründung | |
| Auflösung | |
| Status | bestehend |
| Inhaber / Betreiber | |
| Frühere Namen | |
| Zugehörige Seiten | Gewerbegebiet an der B 173 |
Geschichte
1959
Herr Martin Herzog, der Vater von Werner Herzog, erwirbt das Haus Plauer Straße 16, die ehemalige Kohlenhandlung des Herrn G. Hirsch.
Noch im gleichen Jahr, am 24.8.1959, hält W. Herzog, der den Beruf eines Werkzeugmachers und Kfz-Schlossers erlernt hatte, seinen Meisterbrief in den Händen. Der 31jährige Werner Herzog und stellte auch gleich einen Antrag auf Ausstellung einer Gewerbeerlaubnis. In den Räumen des ehemaligen Kohlehandels, auf dem Grundstück seines Vaters, boten sich gute Möglichkeiten für die Schaffung einer Kfz-Werkstatt. Als W. Herzog zum ersten Mal den Antrag stellte, rechnete er sicher nicht damit, dass nun ein fast zweijähriger Kampf mit den Behörden entbrennen würde. Es ist heute kaum vorstellbar was es W. Herzog für Nerven kostete um die Gewerbeerlaubnis zu erhalten. Mehrfach wurde der Antrag gestellt und mehrfach auch wieder abgelehnt. Aber man gab nicht auf und ließ sich nicht entmutigen.
1961
Erst am 14. Juli 1961 erhält der Kfz-Meister die schriftliche Zusage vom Rat des Kreises zur Betreibung des Gewerbes. Nach dem Ausbau der Gewerberäume und Schuppen des ehemaligen Kohlehandels kann er nun endlich seine Werkstatt eröffnen.
Das war am 1. Oktober 1961
Zu Anfang erfolgt ausschließlich die Reparatur sämtlicher Motorradtypen, doch schon bald kuriert er auch die Krankheiten der Fahrzeuge F 5, F 7 und F 8. Später folgen F 9, Wartburg und Barkas. In den ersten beiden Jahren arbeitet W. Herzog noch allein in der Werkstatt. Die nötige Unterstützung findet er in seiner Ehefrau Hanna, welche den ganzen kaufmännischen Bereich meistert.
1963
Der Kfz-Meister beginnt erstmalig mit der Ausbildung eines Lehrlings zum Facharbeiter. Das war der Start zu einer fast dreißigjährigen Tätigkeit als Lehrausbilder. Im Laufe der Jahre werden 15 Lehrlinge zu Kfz-Mechanikern ausgebildet.
1965
Die Firma Herzog schließt einen Vertrag mit Sachsenring Zwickau ab. Dieser berechtigte zur Durchführung von Reparaturen am P 70. In späteren Jahren wurde dieser Vertrag dann natürlich auf den "Trabbi" erweitert.
1967
Sohn Bernd beginnt seine Lehre in der Firma. Damit tritt er in die Fußstapfen seines Vaters. Die Ausbildung eines Kfz-Mechanikers dauerte damals zweieinhalb Jahre. Alle Lehrlinge, welche in diesen Jahren ihre Ausbildung in der Firma Herzog abschlossen, bleiben zumindest bis sie ihren Armeedienst antreten mußten der Werkstatt erhalten. Schon bald hatte sich die Zahl der Mitarbeiter auf 8 erhöht und die Frage der Erweiterung des Betriebes stand an. Nach Freiwerden der an Herbert Hirsch vermieteten Räume, konnte man mit dem Ausbau der großen Halle beginnen. Gleichzeitig erfolgte die Aufstockung des Gebäudes, zur Gewinnung des Büros und der Lagerräume. Diese Baumaßnahme wurde restlos in Eigenleistung durchgeführt, der Reparaturbetrieb lief dabei ohne Einschränkung weiter.
Besonders Sohn Bernd, mittlerweile zur rechten Hand seines Vaters geworden, arangierte sich hierbei sehr stark und opferte jede freie Minute der Firma. In dieser Zeit entstand auch ein Raum für besondere Klempnerarbeiten am Trabant. Im Laufe der nächsten Jahre wurden noch weitere Baumaßnahmen innerhalb der Werkstatt durchgeführt, die zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Mitarbeiter beitrugen. So entstanden Aufenthaltsraum und Waschgelegenheit.
1970er
In den 70 iger Jahren wurden in der Werkstatt neben der Reparatur von Kraftfahrzeugen auch die Motoren ausgedienter F 8 und P 70 generalüberholt. Eigens dafür wurde über mehrere Jahre ein ausgebildeter Motorenbauer beschäftigt. Diese Motoren dienten einem ganz anderen Zweck. Größter Abnehmer dieser generalüberholten Motoren war das Fischkombinat Rostock, die damit ihre kleinen Fischkutter ausstatteten.
Ebenfalls in den 70 iger Jahren wurde der Abschleppdienst ins Programm genommen. Von der ehemaligen Autohilfe Augustusburg hatte man zu diesem Zweck einen Kranwagen der Marke Robur erworben. Als dieser den ständig steigenden Anforderungen nicht mehr entsprach, entschloss man sich in Eigeninitiative einen Barkas B 1000 Huckepack aufzubauen. Allerdings hatte man auch hier wieder allerhand Schwierigkeiten zu überwinden um die Aufbaugenehmigung für dieses Projekt zu erhalten.
Ab dem 17.11.1982 konnte der Abschleppdienst dann mit dem neuen "Huckepack" durchgeführt werden. Mit diesem Fahrzeug war man um einiges schneller und beweglicher als mit dem alten schweren Kranwagen.
1981
Seit dem 30. Mai gab es in der Firma einen zweiten Kfz-Meister. Sohn Bernd hatte seinen Meisterlehrgang erfolgreich abgeschlossen.
Da er nun ebenfalls befugt war Lehrlinge auszubilden, konnte er seinen Vater tatkräftig unterstützen und etwas entlasten, zumal W. Herzog auf Grund seiner jahrelangen Tätigkeit als Lehrausbilder in die Prüfungskommission der Handwerkskammer berufen wurde. Dieser Kommission gehörte er viele Jahre an. Desweiteren war er ehrenamtlich in der Kommission Abteilung Verkehr beim Rat des Kreises tätig. Als Vorsitzender der Technikgruppe des Verkehrssicherheitsaktives unseres Ortes wirkte er ebenfalls sehr tatkräftig. Hierbei fand er Unterstützung durch seine Ehefrau und seinen Sohn, die beide ebenfalls diesem Aktiv angehörten.
Die Kfz-Werkstatt von Werner Herzog erwarb sich im Laufe der Jahre einen guten Ruf und das nicht nur auf Kreisebene. Sie wurde über die Grenzen des Bezirkes hinaus bekannt und verfügte über einen großen Kundenkreis.
1983/84
In diesen Jahren wird nochmals eine Erweiterung der Werkstatt durchgeführt.
So entstanden ein moderner Kundenraum, sowie Wasch - und Duschraum für die Mitarbeiter. Eine weitere Halle für Reparatur- und Schweißarbeiten wurde geschaffen, neue Geräte, wie Auswuchtungsmaschine und Reifenmontiergerät erworben und die Hebebühnen erweitert.
1985
Mit Tochter Ina tritt ein weiteres Mitglied der Familie Herzog in die Firma ein.
1989
Die Wende brachte auch für die Firma Herzog grundlegende Veränderungen. Die Ära des Trabbi war out. Natürlich erfolgte weiterhin die Reparatur dieser Fahrzeuge, aber es bestand auch die Notwendigkeit sich neu zu orientieren,um den Bestand der Firma zu gewährleisten.
1990
Als erstes schaffte man 1990 einen Bremsprüfstand an, damit waren in der Werkstatt nun auch Kontrolluntersuchungen durch die Dekra möglich.
Weiterhin bemühte man sich um den Abschluß von Verträgen, indem man Kontakt zu verschiedenen Autoherstellern aufnahm. (z. B. Ford, VW, Citroen). Mit letzterem wurde dann ein Vertrag abgeschlossen. Schon bald fanden sich dort, wo jahrzehntelang der "Trabbi" präsent war, die ersten Fahrzeuge der Marke "Citroen" ein. Damit war die Firma nicht mehr nur Reparaturwerkstatt, sondern auch Autohändler geworden.
Die vielen Anforderungen allerdings, hinsichtlich der Größe des Grundstückes, der vorhandenen Stellflächen und des Standortes ,welche aber, bedingt durch die Lage im Wohngebiet, nicht in vollem Maße gegeben waren, sind ein Grund dafür gewesen, wieder Abstand vom Autohandel zu nehmen. Ein weiterer Grund dafür war die Entstehung moderner Autohäuser in der näheren Umgebung.
1991
1991 kam man dann mit der Dortmunder Firma "Eins, Zwei, Drei" in Verbindung. Diese Firma war nicht nur auf eine bestimmte Automarke spezialisiert, sondern sie hielt für sämtliche Autotypen Ersatzteile u.s.w. bereit. Das kam der Werkstatt Herzog in der Hinsicht entgegen, konnte man doch so wieder für einen breiten Kundenkreis tätig werden. Der Vertrag wurde abgeschlossen und das Firmenlogo lautete von nun an:
"Eins, Zwei, Drei, Kupplung, Stoßdämpfer und Bremsanlage"
1992
Am 27. März 1992 verstirbt in seinem 64 igsten Lebensjahr, plötzlich und völlig unerwartet während einer Tagung der Firma "Eins,Zwei, Drei, der Chef der Werkstatt, Herr Werner Herzog, an akutem Herzstillstand.
Bis August 1992 führte seine Ehefrau, Hanna Herzog, die Werkstatt im Sinne ihres verstorbenen Mannes weiter. Dann übergibt sie die Firma an ihren Sohn Bernd. Er übernimmt auch alle damals beschäftigten Mitarbeiter, einschließlich der beiden Lehrlinge, die bei ihm dann erfolgreich ihre Facharbeiterausbildung beenden.
Bereits seit 1990/91 hatte sich Bernd Herzog ganz besonders auf Fahrzeuge der Marke "FORD" spezialisiert und trug sich mit dem Gedanken in Falkenau ein Autohaus zu errichten. Die Möglichkeit dazu bot sich allerdings erst ab 1995, nach erfolgtem 1. Spatenstich für das neue Gewerbegebiet an der B 173.
Bereits am 29. und 30. Juni des darauffolgenden Jahres war es soweit, der Meister und sein Team konnten zur feierlichen Eröffnung des FORD-Autohauses Herzog einladen. Man ist damit zugleich das 1. Unternehmen im neuen Gewerbegebiet gewesen. Seit dem Umzug ins neue Domizil wird die einstige Werkstatt von Werner Herzog an der Plauer Str. 16 als Lager genutzt.
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/autohaus_herzog.txt`
- Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.