Erbgericht
Die Geschichte des Erbgerichtes als Gaststätte begann nach 1896.
Vorher befand sich in dem Gelände das Schenkengut mit der Ortsliste Nr. 20 (Am Fabrikweg 2) welches 1896 einem Brand zum Opfer fiel.
Von der zuständigen Verwaltungsbehörde wurde ein Teil des Grundstückes an die Firma Liebermann übertragen, der auf dem heutigen Anwesen des Am Fabrikweges (im VoIksmund liebevoll „Chinesenviertel“ genannt) Arbeiterwohnhäuser und das Ledigenwohnheim errichten ließ.
Der andere Teil des Gutsbetriebes ging an den Fleischermeister Hermann Klemm. Er erbaute einen neuzeitlichen Gasthof mit Tanzlokal und Schlachtanlage, Klemms Gasthof. Die noch verbleibenden landwirtschaftichen Fluren wurden dem Schenkengut[1] einverleibt.
mini Auf dem Festumzug, der nach 1933 stattgefunden hat, ist im Hintergrund das Erbgericht zu sehen. Auf dem Festwagen sitzen in der in der Mitte (v.l.) Frau Hunger, Hanni Dittrich.[2]
mini|Gasthof mit Innenansicht aus dem Jahr 1923 Postkarte von Mike Glöckner
Nach Klemms Ableben über nahm 1902 dessen Witwe das Anwesen und veräußerte es 1914 an den Gastwirt Fichtner. Am 18.November 1921 erwarb es Franz Drechsel aus Gornsdorf, unter dessen Leitungsfähigkeit durfte das Anwesen am 01.10.1937 den Namen "Gasthof Erbgericht“ tragen.
Später bewirtschaftete der VE Einzelhandel HO Gaststättenbetrieb die Gastwirtschaft. Die Baumwollspinnerei Falkenau war der letzte Besitzer. Unter dessen Eigentumsverhältnisse, wurde es wegen baufällig im Mai 1989 zum Abriss freigegeben.
mini|Annonce Annonce von 1955
mini um 1985
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/erbgericht.txt`
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