Kalkbergwerk
Die Schwedenlöcher
das ehemalige Kalkbergwerk am Kuhstein zwischen Plaue und Falkenau[1]
>Im Tal der Schweddey, am Südwesthang des Kuhsteines, liegt in 360 Meter über den NN, die drei neben- einanderliegenden Stollenmundlöcher des einstigen Kalkbergwerkes Flöha/ Plaue – Falkenau. KROH, sollte irgenwie eingearbeitet werden Der darin gebrochene Kalkschiefer war in Linsen und Schmitzen von Phyllit eingebettet. [2] Die Psycholitten der Schwedenlöcher sind geprägt von 30 Schollen einer uralten phräpheritischen Senge die über das Böhmen her, das abgetragene Erzgebirge gequellt sind und bis dem heutigen Frankenberg/Hainichen reichen. [3]
Die Bergbaulagerstätten unterstanden dem Amte Augustusburg, welches vom sächsischen Kurfürst Friedrich II. am 13.03.1453 die Erlaubnis erhielt, Kalk für die Befestigungsbauten der Stadt Kempnicz (Chemnitz), aus den Kalkgruben bei Schellenbergk zu brechen. [4] Ob Kalklieferungen vom Falkenauer Bergwerk hierfür erfolgten, sind nicht belegbar, da auch der Waldkirchener Gangbereich mit dem Kalkbruch Börnichen, zum Augustusburger Amt gehörten. ((Lagerstätten des Erzgebirges, von Ludwig Baumann, Ewald Kuschka und Thomas Seifert im Jahre 2000))
Nach dem Ende des 30jährigen Krieges wurden zum Wiederaufbau der Chemnitzer Stadtmauer 1674, 2 Ruthen Kalk aus Plaue geliefert. (( Kalklöcher Plaue, Rat des Stadtkreises Chemnitz- vom Stadtarchivar Strauß. Aktenzeichen O2g- 523 vom 22.02.1952)) Der zum Schreyerschen Erbhof in Falkenau gehörende Kalkbruch, erhielt erst nach Begutachtung in Dresden vom Kurfürst August die Erlaubnis, für den Neubau der Augustusburg in den Jahren 1568 bis 1573, Kalk bei Falkenau zu brechen und zu brennen. (( Falkenauer Ortschronik von Hermann Seifert, 1938)) Der Kalk wurde oberhalb der Kalksteinbrüche zum damaligen Zeitpunkt gebrannt. Aus dem „Lexikon von Sachsen“ geht hervor, dass der in Plaue verwendete Kalk aus dem nahen Grünberger Kalköfen stammt.((Sächsisches Landeshauptarchiv Dresden vom 21.03.1952, Lexikon von Sachsen von August Schuhmann aus dem Jahre 1821, Seite 3598))
Die Grünberger Kalköfen Anke befanden sich auf dem heutigen Falkenauer Flurstücken 256/257/258/ 260 mit dem Huthaus des Kalkbergwerkes. Nach der Bewilligung einer Konzession, konnte der Ottendorfer Friedrich August Gelbricht, das Anwesen 1846 in einer Häuslernahrung umwandeln. ((Staatsarchiv Dresden, Bestand 30 007 Sign.2304)) Dieser Zeitpunkt könnte die Entstehungszeit der Kalköfen im Tale der Schweddey sein, Flurstück Plaue 297, erbaut durch den Flöhaer Max Moritz Schippan. ((Übersicht der Kalkbrüche, der königlichen Kohlenwerksinspektion Zwickau; Bergbauamt Freiberg, Bestand 40 060 lfd.Nr 104, alte Sign.176 von 1857-1851))
Der überwiegende Teil des Bergwerkes lag auf Falkenauer Flur mit der Nr. 239. 1873 kaufte diese Grundstücke der Chemnitzer Kaufmann Schnicke vom Schreyerschen Erbhof ab. [5] [6] Da das Bergwerk immer in Privat- besitz war, wird die Suche nach Eigentümer und Beschaffenheit wesentlich erschwert. Weitere Besitzer waren Mehnert und Richter, der Erdmannsdorfer Karl Kempe und aus Örtelsdorf stammende Pächter Ranft, sowie der Flöhaer Pächter Max Moritz Schippan, welcher 100 Pfenig Pachtzins an den Besitzer Paul Friedrich Schreyer jährlich zahlen musste. ((Staatsarchiv Dresden, Bestand 30 007 Sign.230)) ((Deine Heimat- Kreis Flöha, Ausgabe August 1962, Seite 117)) >Die geschwundene[7] Belegung von 7 Mann unter Aufsicht des Steigers Carl Haase, brachte mit einem Tagesschacht 1858 eine jährliche Ausbeute von 9000 Scheffel [8] groben Kalkes, wobei der Vortrieb mit Pulver und Schießarbeit durch eiserne Raumnadeln erfolgte. Dieser Zeitpunkt ist zugleich auch der Nachweis für die Benutzung von Schießpulver im Falkenauer Bergbaurevier.
Das Kalkbergwerk der Schwedenlöcher hatte eine Ausdehnung bis zum Wirtschaftsweg Falkenau – Grünberg. Es besitzt neun blanke Stollen oder Gänge, der längste ist 75m. 9 Kuppeln oder Wölbungen, drei große Kuppeln oder Wölbungen, wobei die höchste 8m beträgt. Weiterhin hat es zwei Abbaufelder, 20 Sicherheitspfeiler und unzählige Felsentore. ((Übersicht der Kalkbrüche, der königlichen Kohlenwerksinspektion Zwickau; Bergbauamt Freiberg, Bestand 40 060 lfd.Nr 104, alte Sign.176 von 1857-185910)) ((Beschreibung des Bergwerkes durch Hermann Sack aus Reinsdorf bei Zwickau 1952))
Die Mächtigkeit des Kalkbergwerkes veranlasste den Erzgebirgszweigverein Falkenau und Flöha – Plaue zur Errichtung eines Schauberkwerkes im Jahre 1934, später versuchte der Kreiskulturbund Flöha unter Erich Ficker diesen Gedanke wieder zu vollenden. Dabei holten sich die Initiatoren fachmännischen Rat, welche dieses Vorhaben immer wieder aus sicherheitstechnischen Bedenken ablehnten. Diese Befürchtungen bewahrheiteten sich 1951, als die Nordostwand zusammengebrochen ist. [9] Im Jahre 1952 stürzte dann ein Teil der großen Kalkhöhlen ein und hatte im Hochwald tiefe Risse gebildet.((Einsturz in der Schweddey, Freie Presse vom 13.08.1992))
>Durch viel Mühe legten ABM Kräfte um 1993, Teile der Schippanschen Kalköfen frei, die Kalkhöhlen bleiben auch weiterhin wegen Einsturzgefahr gesperrt. Mittlerweile sind die unteren, kleinen Kalkbrennöfen und Stollenzugänge verschwunden, sie wurden aus Sicherheitsgründen mit Erde verdeckt mini|Freie Presse 07.10.2016 [10]
Authentische Nachweise über die Auflassung des Bergwerkes mit den Kalköfen lassen sich weder bei Privatpersonen, Forst- und Bergbaubehörden ermitteln.
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/kalkbergwerk.txt`
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- ↑ ist noch zu überarbeiten
- ↑ Geologisches Institut Freiberg, Wolfgang Reichel, 25-08.1951
- ↑ Gutachten von W.Feichel vom Geologischen Institut Freiberg/Sa an Max Kästner in Frankenberg vom 06.02.1952
- ↑ Codex Diplomaticus Saxononiage Regiar.zweiter Hauptteil VI.Band Urkundenbereich der Stadt Chemnitz und ihrer Klöster von Hubert Ermisch, Leipzig 1879
- ↑ Flöhaer Tageblatt vom 22.06.1937
- ↑ Wilfried Reibetanz, Privatarchiv Mai2011
- ↑ was bedeutet das????
- ↑ wieviel Liter sind das heute????
- ↑ Deine Heimat- Kreis Flöha, Ausgabe 1962, Seite 166
- ↑ Maik, kannst Du dazu näheres schreiben, damit nicht nur auf den Artikel verwiesen werden muss