Schulbrücke
Diese Bezeichnung gründete sich auf den Umstand, dass die Brücke als Ausgangspunkte erst die älteste Schule (Neuer Weg 1) des Dorfes am rechten Flußufer, und später das nächste Schulgebäude am linken Flussufer hatte (Ernst-Thälmann-Straße 16).
Vor 1818 befand sich oberhalb des Glaserwerders (Ernst-Thälmann-Straße 14) ein leichter schmaler Holzsteg für "nicht schwindlige" Fußgänger. Dieser war die einzige Verkehrsverbindung zwischen den beiden, an beiden Flussufern gelegenen Ortsteilen. Die Pferde- und sonstigen Geschirre durchfurteten hier die Flöha. Während des Winters musste der Steg abgebaut werden, da er den Eisschollen nicht Stand hielt. Die Fußgänger waren dann auf das meist starke Eis angewiesen. War es nicht auch für die Geschirre stark genug, so mussten diese den Umweg über die Brücke in Flöha machen, um von dem einen zum anderen Flußufer gelangen zu können. Ein Zeitverlust von 2 Stunden war damit verbunden. Oft wurde im Sommer der Steg durch Hochwasser weggeschwemmt.
mini Die hölzerne Schulbrücke von 1818 mit ältester Schule (Neuer Weg 1) vom Standort Kreuzung Ernst-Thälmann-Straße/Straße der Einheit aus gesehen.[1]
Diesem Übelstand wurde 1818 durch die Errichtung einer hölzernen massiven Brücke einige hundert Meter weiter stromaufwärts abgeholfen. Die Kosten hierfür betragen 1000 Taler-. Durch zahlreiche Eisgänge wurde auch sie des Öfteren gefährdet, auch einige mal abgetrieben und zertrümmert.
>>Für die Benutzung der 1818 erbauten Holzbrücke wurde eine Gebühr erhoben, Brückengeld bezeichnet. Die Erträgnisse waren zur Bezahlung der Unterhaltskosten bestimmt. Gebührenpflichtig waren alle Fuhrwerke. Die Fiedlersche Walke[2] zahlte eine Pauschale, die 1829 z. B. jährlich 3 Taler betrug. Dafür durfte die Brücke täglich von 1 Geschirr Fiedlers benutzt werden 1840 wurde den Falkenauer Geschirren gebührenbefreit gewährt. Da nun aber die Kosten der Brückenunterhaltung nicht mehr reinkamen, wurde diese Vergünstigung 1848 bereits wieder aufgehoben und Fiedlers Pauschale auf jährlich 10 Taler erhöht. Auch die den Falkenauern noch gewährte Verbilligung gegenüber auswärtigen Benutzern musste 1852 ganz aufgehoben werden.
Die Erhebung des Brückengeldes mag den Gemeindevätern von damals mancherlei Kopfzerbrechen verursacht haben, weil es zur Bestreitung der hohen Unterhaltungskosten nicht ausreichte. Deshalb wurde 1853 der Brückenzoll verpachtet. Der Pächter zahlte an die Gemeinde einen jährlichen festen Pacht und konnte die Brückengelder auf eigene Rechnung nach den festgesetzten Sätzen für sich vereinnahmen.
| 1853 | erhielt Gottlob F. Otto den Brückenzoll für 100 Taler überlassen |
| 1855 | zahlt er aber nur noch 90 Taler |
| 1857 | nur noch 85 Taler. Dieses Gebot hielt er bis 1863 aufrecht |
| 1864 | ging der Pacht für 50 Taler auf Tischlermeister Barthel über. Infolge wurde der Zoll nicht mehr verpachtet |
| 1866 | man nahm die Gebühren wieder unmittelbar zu Gunsten der Gemeinde von den Benutzern ein, der Einnehmer erhielt 5 Groschen von 1 Taler Gebühren. Das Brückengeld betrug 6-12 Pfennige für 1 Geschirr |
| 1867 | beschließen die Gemeinderäte schon wieder die Verpachtung der Brückengelder |
Die Unterhaltung der Brücke war sehr kostspielig. Deshalb wurde sie 1895 durch eine steinerne Brücke ersetzt. mini 1913 wurden die Brückengelder aufgehoben.
Originalplanungsunterlagen: Überbrückung der Flöha bei Falkenau
>>Die neue Schulbrücke
>>verursachte einen Gesamtbauaufwand von 30 000 Mk. >>und konnte im Dezember 1895 >>dem Verkehr übergeben werden. >>Der Bezirk und die Staats- Orstverwaltung >>bewilligten Beihilfen von je 1000 Mk., >>die restlichen Kosten trug die Gemeinde. mini mini
>>19??[3] musste die Brücke durch einen Spannbeton-Überbau saniert werden.
Auf Grund dieser Sanierung wurde beim Hochwasser 2002 nur ein Mittelpfeiler weggespült. Die Statik ermöglichte es aber, dass die "kaputte" Brücke für Fußgänger und Radfahrer noch nutzbar. >>Der Autoverkehr konnten bis zur Fertigstellung der Rekonstruktion 200? in Richtung Flöha und Augustusburg über die alte Grünberger Straße über Grünberg ausweichen.
Der Hochwasserschaden wurde optisch sehr gut saniert
Quellen und Hinweise
- DokuWiki-Quelle: `data/pages/bruecke_schule.txt`
- Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.