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Schenkengut

Aus Falkenau Wiki
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Das Schenkengut Ortsliste Nr. 20 (Am Fabrikweg 2), das wegen seiner ehemaligen Schankgerechtigkeit hier so bezeichnet wird, besteht nicht mehr, es ist im 19. Jahrhundert fast restlos zu den Fluren des Erbgerichts geschlagen worden.

Auf den an der Straße nach Hetzdorf zum Gute gehörigen Fluren stand im 19. Jahrhundert die ehemalige Schmelzhütte und Tuchwalke. 1587 wurde von dem damaligen Besitzer des Bauernhofes, Michael Becker, und von dem Besitzer des benachbarten Erbgerichts, George Richter, je ein Grundstück "zu einem kurfürstlichen Hüttenbau" für 100 bzw. 200 Gulden erworben. Die Grundstücke sind nach Verfall oder Abbruch der Hütte an die früheren Besitzer beziehentlich deren Nachfolger im Besitz zurückgefallen Das heutige Tuchwalkengrundstück ist später wieder vom Stammgrundstück als Einzelgrundstück abgetrennt worden.

Das Gut hatte die Große 1 Hufe. Auf ihm war auch 1 Kalkofen errichtet. Diese erhielt als Bauernanwesen 1843 Selbständigkeit (Ortsliste Nr. 52; Straße der Einheit 51) und wurde vom Gute abgetrennt. Die Bezeichnung „Kalkofen“ ist bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben, von dem ehemaligen Kalkofen sind noch Reste vorhanden.

Auf dem dem Gute benachbarten Erbgericht ruht, wie in dessen Geschichte ausgeführt, Schankgerechtigkeit. Der Erbgerichtsbesitzer verkaufte 1836 dieses Recht den damaligen Besitzer des Gutes Nr. 20, Gottlieb Richter. Bis 1896 hat der später erbaute Gasthof auf den im Dorfe liegenden Fluren des Gutes gestanden. Dann wurde auf einem Trenngrundstück ein neuer Gasthof erbaut. Die Gutsgebäude wurden abgebrochen, der alte Gasthof zu Wohnzwecken umgebaut, das Gelände mit Gefolgschaftswohnhäusern und 1 Ledigenheim der Firma Liebermann bebaut. Soweit hierzu erforderlich, wurde das Gutsgelände von dieser Firma erworben, der größere Teil aber dem Erbgericht zugeschlagen. Das Gut wurde zur Zeit der Verpachtung an den Pächter Müller im Volksmunde auch „Fuchsmüllergut“ genannt. Hierfür war die Vorliebe des Pächters für diese Pferderasse maßgebend. Müllers Pachtvorgänger, der Bauer Louis Klemm, wurde bei Ausübung seines Berufes 1880 auf seinen Feldern vom Blitz erschlagen.

Quellen und Hinweise

  • DokuWiki-Quelle: `data/pages/schenkengut.txt`
  • Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.