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	<title>Kalkabbau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Falkenau Wiki</subtitle>
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		<id>https://wiki.falkenau.info/w/index.php?title=Kalkabbau&amp;diff=187&amp;oldid=prev</id>
		<title>Dominic: init</title>
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		<updated>2026-06-03T13:13:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;init&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;An vielen Orten im Erzgebirge gaben die Vorkommen von [[Kalk]] Anlass für Bergbau. Der Rohstoff fand in Form von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brandkalk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vor allem als Baustoff Verwendung, ebenso als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Düngemittel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Die Kalkvorkommen sind dabei an Phyllit gebunden. Bereiche in diesem Gestein, in welchem die Kalklinsen gehäuft und in abbauwürdiger Mächtigkeit auftreten, werden als Kalkschiefer bezeichnet. In unserer Region wurde in der Kalkschieferzone von Plaue/Falkenau über Jahrhunderte Abbau auf Kalk betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kalkhöhlen oder Schwedenlöcher in der Schweddey ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere bergmännische und wirtschaftliche Bedeutung erlangten dabei die sogenannten Kalkhöhlen, auch [[Schwedenlöcher]] genannt, in der [[Schweddey]] zwischen Grünberg, Flöha und Falkenau. Das Abbaufeld unterteilt sich in die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;unteren Kalkhöhlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; neben dem Wander- und Forstweg von Flöha/Plaue Richtung Grünberg und Hohenfichte sowie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberen Kalkhöhlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterhalb des heutigen Plattenweges von Falkenau nach Grünberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft wird als Beginn des Abbaus in der Schweddey das Jahr 1453 genannt genannt &amp;lt;ref&amp;gt;Seifert 1938, Hoth u.a. 2010, alle e unter Berufung auf Kästner 1928&amp;lt;/ref&amp;gt;. In einer Urkunde aus diesem Jahr gestattet Kurfürst Friedrich der II (genannt der Sanftmütige) der Stadt Chemnitz &amp;quot;an dem Berge unseres Schlosses zu Schellenberg Kalksteine&amp;quot; brechen zu lassen...&amp;quot;. Weiter wird von vielen Autoren ausgeführt, dass Kalk aus den Kalkhöhlen für den Bau der Augustusburg von 1568 bis 1572 abgebaut und gebrannt worden sein soll &amp;lt;ref&amp;gt;(Seifert, Herrmann, Die Ortsgeschichte des Dorfes Falkenau, 1938&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Glöckner, Mike, Das ehemalige Kalkbergwerk am Kuhstein zwischen Plaue und Falkenau, Stadtkurier Flöha Heft 03/2012&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenso wird ausgeführt, dass nach 1648 die Kalkgruben Plaue Kalk für den Wiederaufbau der Chemnitzer Stadtmauer nach dem Dreizigjährigen Krieg geliefert haben sollen &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Der Kalkabbau in der Kalkschieferzone Plaue-Falkenau, Stadtkurier Flöha, Heft 05/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalkabbauende Werke unterstanden erst ab 1900 der Aufsicht der Bergämter ((Urban, Gerald, Marmor aus der Schweddey bei Flöha, Erzgebirgische Heimatblätter, Heft 4, 2011&lt;br /&gt;
)). Vor dieser Zeit existieren keine verlässlichen Unterlagen in den Bergarchiven. Aus den vorangegangenen Jahrhunderten lassen sich daher nur wenige und ungenaue Nachrichten gewinnen. So wird in der Urkunde von 1453 nicht der genaue Ort des Abbaus genannt. Kalkbergwerke gab es rund um den Schellenberg an vielen Orten in unserer Region. So bei Hennersdorf, Witzschdorf, Dittmannsdorf, Kunnersdorf, Erdmannsdorf, Augustusburg (damals Stadt Schellenberg), Grünberg, Plaue, Flöha, Falkenau und Breitenau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was den Bau der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augustusburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; betrifft, werden u.a. das Kalkwerk Lengefeld und das Amt Dresden als Lieferant von Baumaterial genannt &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Der Kalkabbau in der Kalkschieferzone Plaue-Falkenau, Stadtkurier Flöha, Heft 05/2015, nach Gränitz 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;. Andere Quellen benennen Venusberg und Rabenstein, in beiden Orten gab es bedeutende Kalkwerke, als Lieferant von Baukalk für die Augustusburg &amp;lt;ref&amp;gt;Seifert, Herrmann, Die Ortsgeschichte des Dorfes Falkenau, 1938&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aber auch Falkenau wird hier genannt. So berichtete Lotter dem Kurfürst August sinngemäß, dass er in Falkenau oberhalb eines alten Kalkofens am Berg einen guten Kalkstein gefunden hat. Der Kurfürst antwortet Lotter, dass er diesen Kalkstein weiter nachsuchen, ihn sobald als möglich brechen und brennen lassen soll, um Geld für die weiten Kalkfuhren zu sparen &amp;lt;ref&amp;gt;Seifert, Herrmann, Die Ortsgeschichte des Dorfes Falkenau, 1938&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Korrespondenz führte bei Seifert zu der Interpretation, dass es sich bei dem von Lotter genannten Berg um den [kuhstein|Kuhstein]] handeln muss und der Kalk aus den oberen Kalkhöhlen hauptsächlich für den Bau von Schloss Augustusburg verwendet wurde. Bei dem Kalkvorkommen unterhalb vermutet Seifert, dass hier der Kalk für den Bau der Chemnitzer Stadtmauer 1453 entnommen wurde &amp;lt;ref&amp;gt;Seifert, Herrmann, Die Ortsgeschichte des Dorfes Falkenau, 1938&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Allerdings wird aus der Korrespondenz zwischen Kurfürst August und Lotter nicht ersichtlich, ob das Kalkvorkommen auch tatsächlich ausgebeutet wurde. Ebenso ist dessen exakte Lage nicht beschrieben. Das auch Kalk aus der näheren Umgebung für den Bau der Augustusburg verwendet wurde, ist dennoch wahrscheinlich. In früheren Jahrhunderten waren der Transport von Roh- und Baustoffen stets einer der größten Kostenfaktoren. Daher versuchte man immer, diese so ortsnah wie möglich zu gewinnen und soweit als möglich am Ort der Gewinnung zu verarbeiten. So sollten Transportwege verkürzt und Transportmenge reduziert werden. Jedenfalls bleibt die Quelle den genauen Ort des Kalkabbaues schuldig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg ist nicht bekannt, wo sich die Abbaue genau befunden haben. Es müssen  demnach Vermutungen bleiben, dass Kalk aus der Schweddey 1453 in Chemnitz, beim Bau der Augustusburg ab 1568, sowie beim Wiederaufbau der Chemnitzer Stadtmauer nach 1648 Verwendung fand. Die Kalkhöhlen in der Schweddey waren die bedeutendsten Abbaue und sie hinterließen die sichtbarsten Spuren des Bergbaues. Dies ist kein Grund sie zwangsläufig mit den bekannten historischen Ereignissen in Verbindung zu bringen. Dagegen spricht auch, dass sich in den gegenwärtig auflässigen Grubenbauen Bohrfahnen befinden. Das Anbringen von Bohrlöchern deutet auf Abbaumethoden des 18. und 19. Jahrhunderts hin, nicht auf einen früheren Bergbau. Möglich wäre aber auch, dass alte, bereits vorhandene Grubenbaue nochmals überfahren oder erweitert wurden. Bei den in den alten Quellen genannten Orten zur Kalkgewinnung am Schellenberg oder bei Falkenau kann es sich aber ebenso um einige der vielen anderen historischen Abbaue der Region handeln. Ihre Spuren können im Laufe der Jahrhunderte nur stärker verwischt sein, als die der uns heute präsenten Kalkhöhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste sichere Nachricht über Kalkbergwerke bei Flöha stammt aus dem Jahr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1804&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. In einem Schreiben des Geheimen Finanzkollegiums in Dresden an den Oberforstmeister von Seckendorf und die Beamten von Augustusburg vom 31.01.1804, wird dem Lehnrichter [[Schippan|Georg Schippan]] (1760-1848) aus Flöha die Erlaubnis erteilt, am Kuhstein in der Augustusburger Amtswaldung ein Stück Land zu pachten, einen Kalkbruch anzulegen und einen Brennofen zu bauen &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Der Kalkabbau in der Kalkschieferzone Plaue-Falkenau, Stadtkurier Flöha, Heft 05/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von 1811 und 1827 wird von Unfällen in den von Schippan betriebenen Kalkbrüchen berichtet &amp;lt;ref&amp;gt;Weygandt-Eydamsches Tagebuch 1768-1859&amp;lt;/ref&amp;gt;. Georg Schippan war auch Besitzer mehrerer Kohlegruben in Flöha. Allerdings ist die Flöhaer Steinkohle durch einen hohe Ascheanteil von minderer Qualität und war daher fast ausschließlich nur zum Kalk- und Ziegelbrennen brauchbar &amp;lt;ref&amp;gt;Gäbert, C, Siegert, Th., Erläuterungen zur geologischen Specialkarte des Königreichs Sachsen - Section Augustusburg-Flöha, Leipzig, 1907&amp;lt;/ref&amp;gt;. So machte es für Schippan wirtschaftlich Sinn, die in seinen Gruben geförderte Kohle zum Brennen des Kalkes aus seinen Bergwerken in der Schweddey zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kirchenbüchern und Chroniken aus dem Jahr 1840 wird von verunglückten Bergleuten in den Kalkbrüchen von Falkenau und Plaue berichtet &amp;lt;ref&amp;gt;Seifert 1938, Kroh 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.  Als weitere Besitzer von Kalkgruben in der Lagerstätte Plaue werden C. F. Schreyer, M. Schippan, Ranft und v. Carlovitz genannt &amp;lt;ref&amp;gt;Hoth, Klaus, Krutsky, Norbert, Schilka, Wolfgang, Schellenberg, Falk, Marmor im Erzgebirge - Bergbaumonografie, Freiberg 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Bei 7 Mann Belegung sollen 1858 9000 Scheffel groben Kalkes ausgebracht worden sein &amp;lt;ref&amp;gt;Glöckner, Mike, Das ehemalige Kalkbergwerk am Kuhstein zwischen Plaue und Falkenau, Stadtkurier Flöha Heft 03/2012&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Gruben in der Schweddey haben über mindestens 2 Kalköfen verfügt. Einer davon wurde 1858 bereits wieder außer Betrieb genommen &amp;lt;ref&amp;gt;Hoth, Klaus, Krutsky, Norbert, Schilka, Wolfgang, Schellenberg, Falk, Marmor im Erzgebirge - Bergbaumonografie, Freiberg 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nimmt man die Stilllegung der Kalkgruben in der Schweddey an, ohne das hierüber Genaueres bekannt ist. Möglicherweise führte die Inbetriebnahme der Eisenbahnlinien in dieser Zeit zur Unrentabilität der geringmächtigen Kalklager &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Der Kalkabbau in der Kalkschieferzone Plaue-Falkenau, Stadtkurier Flöha, Heft 05/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Jedenfalls muss der Abbau vor 1881 eingestellt worden sein, den die Erläuterungen zur geologischen Spezialkarte berichten bereits von &amp;quot;auflässigen....westlich von der Falkenauer Straße gelegenen Kalkbrüchen am Plauberge&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Sauer A., Siegert Th., Rothpletz A. Erläuterungen zur geologischen Specialkarte des Königreichs Sachsen, Section Schellenberg-Flöha, Leipzig, 1881&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untere Kalkhöhlen ==&lt;br /&gt;
Die __unteren Kalkhöhlen__ wurden von Anfang an als untertägiges Bergwerk angelegt. Es handelt sich um ein dreisöhliges Grubengebäude mit unregelmäßigen Kammerbau, welches mindestens über 3 Stolln und einen Schacht verfügte &amp;lt;ref&amp;gt;Hoth, Klaus, Krutsky, Norbert, Schilka, Wolfgang, Schellenberg, Falk, Marmor im Erzgebirge - Bergbaumonografie, Freiberg 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Entsprechend den damaligen Abbaumethoden sind die Übergänge zwischen den einzelnen Grubenbauen sowohl horizontal als auch vertikal fließend. Waren bauwürdige Linsen vorhanden, wurde diesen gefolgt und die Grubenbaue entsprechend erweitert. So entstanden Weitungen unterschiedlicher Ausmaße, welche die Größe von domartigen Gewölben erreichen konnten. Gestützt wurden diese lediglich dort durch stehen gelassene Pfeiler, wo es aus Gründen der Stabilität notwendig war. Die unteren Kalkhöhlen verfügen über mehrere solcher mehr oder minder großer Weitungsbaue. Der Größte hat eine Länge von 19 m und eine Breite von 28 m. Er ist von der Sohle bis zur Firste bis zu 18 m hoch und das Deckgewölbe wird von 4 Stützpfeilern getragen (Kroh 2015 b). Die einzelnen Weitungen gehen fließend ineinander über oder sind durch Strecken und Blindschächte miteinander verbunden. Erschien die Mächtigkeit der Kalklinsen nicht mehr abbauwürdig oder es stand nur noch Phyllit an, endete der Abbau in einem Ort. Das gesamte Abbaufeld erstreckt sich auf eine Nord-Süd Breite von etwa 30m und eine Ost-West-Länge von etwa 110 m. Der größte Höhenunterschied zwischen den einzelnen Sohlen beträgt 27 m (Kroh, Helmut, Die Schwedenlöcher bei Flöha/Plaue und ihre Geschichte, Stadtkurier Flöha, Heft 08/2015)). Eine Verbindung zu den oberen Kalkhöhlen gab es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Alle Weitungen und Strecken enden ohne Verbruch vor Ort &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Der Kalkabbau in der Kalkschieferzone Plaue-Falkenau, Stadtkurier Flöha, Heft 05/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1961 und 1962 beschäftigte sich eine &amp;quot;Arbeitsgemeinschaft Schwedenlöcher&amp;quot; mit der Erkundung der unteren Kalkhöhlen. Es wurden auch Möglichkeiten geprüft und Arbeiten ausgeführt, um die Schwedenlöcher als Schaubergwerk auszubauen. Nach einer Befahrung durch die Bergbausicherheitsbehörde Zwickau im April 1962 mussten jedoch alle Arbeiten eingestellt werden. Aus Sicherheitsgründen mussten alle Pläne zum Ausbau als Besucherbergwerk aufgegeben werden. Wichtigstes Ergebnis der Forschungen Anfang der 60er Jahre war ein Grundriss der untertätigen Abbaue &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Der Kalkabbau in der Kalkschieferzone Plaue-Falkenau, Stadtkurier Flöha, Heft 05/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den unteren Kalkhöhlen gewonnene Kalk wurde an Ort und Stelle gebrannt. Davon zeugt der Kalkofen, der sich unmittelbar vor den Stollnmundlöchern befindet. Bei diesen handelt es sich um jenen 1804 errichteten und in der Literatur aufgeführten Kalkofen &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Der Kalkabbau in der Kalkschieferzone Plaue-Falkenau, Stadtkurier Flöha, Heft 05/2015&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hoth, Klaus, Krutsky, Norbert, Schilka, Wolfgang, Schellenberg, Falk, Marmor im Erzgebirge - Bergbaumonografie, Freiberg 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1992/93 wurden er von ABM-Kräften im Auftrag der Stadt Flöha teilweise freigelegt. Da jedoch eine Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie unterblieb und die Steinbögen in Trockenmauerung nicht gesichert wurden, drohte der Verfall. Bei einer Begehung im April 2000 mit dem Sachsenforst als Waldeigentümer und der Denkmalschutzbehörde wurde festgelegt, dass die Fundamente des Ofens wieder zu verfüllen sind &amp;lt;ref&amp;gt;Junge, Bettina, Schweden lässt grüßen - Kalkhöhlen sollen in Flöha attraktiver für den Touristen werden, Freie Presse Flöha, 05.04.2000&amp;lt;/ref&amp;gt; ( Kroh 2015 b). Verschiedene Pläne zur Sanierung des Denkmals kamen nicht zum Tragen (Freie Presse Flöha 19.05.2006). Im Dezember 2014 brach schließlich eines der Gewölbe, das über dem linken Brennraumzugang, zusammen &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Die Schwedenlöcher bei Flöha/Plaue und ihre Geschichte, Stadtkurier Flöha, Heft 08/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Daher wurde 2016 der Kalkofen im Auftrag des Sachsenforsts wieder verfüllt. Begründet wurde dies mit Sicherheitsaspekten an dem vielfrequentierten Wanderweg. Unter fachlicher Aufsicht des Landesamte für Archäologie erfolgte eine Stabilisierung mit verdichteten Erdreich und anschließende Überschüttung. So bleiben die verbliebenen Steinbögen in geeigneter Weise konserviert &amp;lt;ref&amp;gt;Behrend, Matthias, Kalkbrennöfen sind abgetaucht, Freie Presse Flöha, 07.10.16&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Obere Kalkhöhlen ==&lt;br /&gt;
Die __oberen Kalkhöhlen__ wurden zunächst im Tagebau begonnen und später, den Kalklinsen folgend, im Untertagebau weiter in den Fels getrieben. Die dabei entstanden Weitungsbaue waren sehr oberflächennah angelegt, durch Pfeiler offenbar nicht ausreichend abgestützt und so wiesen sie eine große Instabilität auf. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts und vor allem am 26. Juli 1951 stürzte ein Großteil der oberen Kalkhöhlen ein &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Die Schwedenlöcher bei Flöha/Plaue und ihre Geschichte, Stadtkurier Flöha, Heft 08/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere Brüche folgten 1954 (Urban 2011).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bergwerk verblieb nur eine sogenannte Pinge mit gefährlichen Resthohlräumen. Markant ist zwischen den Verbruchmassen ein verbliebener 4 x 6 m mächtiger und 5 m hoher Stützpfeiler. Darüber hinaus existieren noch mehrere Weitungen, wobei das größte Gewölbe 8 m Höhe und 16 m in der Breite aufweist. Das gesamte Abbaufeld der oberen Kalkhöhlen erreicht eine West-Ost-Länge von 75 m und eine Nord-Süd-Breite von 30 m ((Kroh, Helmut, Die Schwedenlöcher bei Flöha/Plaue und ihre Geschichte, Stadtkurier Flöha, Heft 08/2015&lt;br /&gt;
)). Die gesamte Massen zwischen den äußeren Bruchwänden, dem Stützpfeiler und den verbliebenen Weitungen stellen das ehemalige Deckgewölbe mit dem darauf befindlichen Waldboden dar, welche in die alten Abbaue gestürzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Kalkabbaue in der Kalkschieferzone Plaue/Falkenau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Kalkmarmor führenden Zone Plaue/Falkenau existieren noch eine ganze Reihe weiterer Relikte von Kalkabbauen. So befanden sich auf der __Anhöhe des Plauberges___, unweit der Staatsstraße 223 von Grünberg nach Flöha sowie im Bereich zwischen __Grünberger Gasthof und Erdmannsdorfer Bahnhof__, weitere, teils untertägige Gruben. Im Jahr 2006 kam es unmittelbar neben der Straße von Augustusburg nach Erdmannsdorf, zu einem Tagesbruch. Die unterirdischen Hohlräume wurden darauf von der Bergsicherung vollständig verwahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweddey, zumeist unweit der unteren und oberen Kalkhöhlen, befinden sich eine Vielzahl größerer und kleinerer Löcher und Brüche, bei welchen es sich um die Relikte von Tagebauen auf Kalk handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein größerer Abbau befand sich beim einem [[Kalkofen|Gehöft]] am Gabelweg in der Nähe der heutigen Falkenauer Antennenanlage. Auf dem Gelände des früheren Richterschen Schänkengutes wurde seit dem 16. Jahrhundert Kalkabbau betrieben. Der Abbau wurde hier zunächst im Tagebau betrieben, später ging man zu untertägigen Abbau über. Auf dem Grundstück wurde später ein landwirtschaftlicher Betrieb unter der Bezeichnung &amp;quot;der Kalkofen&amp;quot; fortgeführt &amp;lt;ref&amp;gt;Seifert, Herrmann, Die Ortsgeschichte des Dorfes Falkenau, 1938&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Gehöft, welches zuletzt __Ankes Gut__ genannt wurde, ist 1975 abgerissen worden. In die Abbaue wurde zunächst Müll gekippt, 1991 wurden sie vollständig mit Erde verfüllt ((Kroh, Helmut, Die Schwedenlöcher bei Flöha/Plaue und ihre Geschichte, Stadtkurier Flöha, Heft 08/2015&lt;br /&gt;
)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahe der alten Falkenauer [[Schmelzhütte Hetzdorf|Walke]] gab es beidseitig der Flöha jeweils Stolln in den __Bergflanken__. Am linken Hang des Flöhatales befanden sich ein 20 und ein 33 m langer Stolln. Im rechten Flöhahang befand sich ein 150 m langer Stolln, welcher bis mindestens 1965 begehbar war ((Kroh, Helmut, Die Schwedenlöcher bei Flöha/Plaue und ihre Geschichte, Stadtkurier Flöha, Heft 08/2015&lt;br /&gt;
)). Von diesem Stolln ist spätestens seit dem Bau der neuen Hetzdorfer Eisenbahnbrücke Anfang der 1990er Jahre nichts mehr zu entdecken. Er wurde durch einen Brückenpfeiler und die ehemalige Zufahrt zur [[Steinbruch|Masseentnahme]] völlig verschüttet. Vermutlich dienten die genannten Stolln nur der Suche nach Kalklagern, da sie keinerlei Weitungsbaue aufwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mögliche Ersterwähnung für die Abbaue an der Flöha bei Falkenau wird 1867 genannt. Die Kalklagen in Falkenau werden hier mit 4-6 Ellen (entspricht 2,3-3,4 m) angegeben &amp;lt;ref&amp;gt;Hoth u.a. 2010 nach Wunder, Herbig, &amp;amp; Eulitz 1867). Dies ist jedoch als unwahrscheinlich anzusehen, da in der gesamten Kalkschieferzone von Flöha/Plaue die Kalklinsen Mächtigkeiten von 1 m nicht überschritten haben ((Gäbert, C, Siegert, Th., Erläuterungen zur geologischen Specialkarte des Königreichs Sachsen - Section Augustusburg-Flöha, Leipzig, 1907&amp;lt;/ref&amp;gt;. Während des Abbaus in der Masseentnahme konnten dort Anfang der 1990er Jahre Kalklinsen bis etwa 30 cm Mächtigkeit beobachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder von den Kalkhölen ==&lt;br /&gt;
[[Schweden1a.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingang in die oberen Schwedenlöcher um 1930 &amp;lt;ref&amp;gt;Autorenkollektiv, Werte unserer Heimat - Das mittlere Zschopaugebiet, Akademie-Verlag, Berlin, 1977&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schweden2.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besuchergruppe in den unteren Schwedenlöchern im Jahre 1961 &amp;lt;ref&amp;gt;Kroh, Helmut, Die Schwedenlöcher bei Flöha/Plaue und ihre Geschichte, Stadtkurier Flöha, Heft 08/2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schweden4.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundriss der unteren Schwedenlöcher aus &amp;lt;ref&amp;gt;Hoth, Klaus, Krutsky, Norbert, Schilka, Wolfgang, Schellenberg, Falk, Marmor im Erzgebirge - Bergbaumonografie, Freiberg 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;, gefertigt nach dem Riss der AG Schwedenlöcher aus dem Jahr 1961&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schweden5.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zustand der Kalköfen vor den unteren Schwedenlöchern im November 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schweden6.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stützpfeiler im größten Weitungsbau der unteren Schwedenlöcher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schweden7.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reste der Weitungsbaue in den oberen Schwedenlöchern, an der linken Bruchwand sind schmale Bänder von Kalkmarmor erkennbar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* DokuWiki-Quelle: `data/pages/kalkabbau.txt`&lt;br /&gt;
* Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau in Falkenau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Falkenau (Flöha)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie Falkenaus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dominic</name></author>
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