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	<title>Friedhofsweihe 1920 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-14T09:49:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Falkenau Wiki</subtitle>
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		<id>https://wiki.falkenau.info/w/index.php?title=Friedhofsweihe_1920&amp;diff=228&amp;oldid=prev</id>
		<title>Dominic: init</title>
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		<updated>2026-06-03T14:56:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;init&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Pünktlich um 11 Uhr leitete der Männergesangsverein Falkenau unter Leitung seines Liedermeisters P. Kuhnert die Feier mit „Des Schäfers Sonntagslied“ ein. Anschließend widmete Herr Baumeister Rauchfuß aus Schwarzenberg seinem Werke schlichte, herzliche Worte. Er verwies auf den außerordentlich schönen Platz und sein Bestreben mit dieser Friedhofsanlage und der Kapelle in heimatlicher Bauweise Heimatliebe und Heimatkunst verwirklichen zu wollen. Die Entwicklung der gärtnerischen Anlagen würde das Ganze vervollkommnen und verschönen. Mit besten Wünschen überreichte er Herrn Gemeindevorstand Jacob den Schlüssel, den dieser dankend in Empfang nahm. Er empfahl die Friedhofsanlage dem Schutze der Einwohnerschaft und eines Höheren. Stimmungsvoll sang hierauf der Gesangverein „Sängerlust“ unter Leitung seines Liedermeisters Max Gröber das Lied „Das Mutterherz“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil der Feier fand in der Kapelle statt. Frisches Grün schmückte den Altarplatz, in dessen Hintergrunde ein mächtiges Kreuz angebracht ist. Schlichte Malerei belebt den Raum, dunkle Bänke, eine Empore und die dunkel gehaltene Decke geben dem Ganzen die rechte Harmonie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vortrag des Liedes „Grabesruh“ durch den Männergesangverein nahm Herr Gemeindevorstand Jacob das Wort zu der Weiherede. Er hieß im Namen des Gemeinderats die Erschienenen herzliche willkommen und dankte den Gesangvereinen für die Mitwirkung an der Feier. Der heutige Tag bilde wieder einen Markstein in der Entwicklung unseres Ortes. Jahrhundertelang habe man die Heimgegangenen in Flöha betten müssen, heute sei endlich der Tag gekommen, der es ermöglicht, unsere Lieben von nun an in heimischer Erde bestatten zu können. Der Weltkrieg habe die Herstellung verzögert und seine Folgen ihn erschwert. 52 Gemeindemitglieder seien ihm zum Opfer gefallen und sein diese Stunde besonders geeignet, ihrer in Ehrfurcht und Wehmut zu gedenken und für ihre Tapferkeit und Treue zu danken. Es starben für uns:                                                                                       [[Gefalleneweltkrieg1|Liste der Gefallenen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst und feierliche ertönte hierauf von der Empore „Ich hatt‘ einen Kameraden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit welchem äußeren Jubel, so führte der Herr Gemeindevorstand aus, würden wir den heutigen Tag begehen, lebten wir noch in den goldenen Friedenszeiten. Der Versailler Diktatfrieden raube uns die Luft zum Leben und mache sich von Tag zu Tag mehr bemerkbar. Schwer sei es unter diesen Umständen an dem Wiederaufbau zu arbeiten und dazu sei vor allem die Einigkeit aller Volksgenossen nötig. Glücklich und frei könne unser Vaterland nur durch Einigkeit werden und es sei hohe Zeit, daß wir uns darauf besinnen, daß wie zuerst Deutsche sind. Unterordnung unter die vom Volkswillen geschaffenen Institutionen, Achtung von Recht und Gesetz müsse uns alle beseelen. Nur dann könne das Gefüge des Staates vor dem Zusammenbruch und weiterem Zugriff des Feindes verschont bleiben. Es habe Mut dazu gehört, in diesen Zeiten neben anderen Notstandsarbeiten dieses Werk auszuführen. Einen tüchtigen Architekten habe man in Herrn Baumeister Rauchfuß-Schwarzenberg, der auch schon an unserer Schule mitarbeitete, gefunden, und man freue sich über das Gelingen des Werkes, es lobt in ihrem Entwurf den Baumeister und in ihrer Ausführung die bauenden Hände. Die Gemeinde könne stolz sein, einen solch würdigen Friedhof ihr Eigen nennen zu können. Der Friedhof solle nicht nur eine Ruhestätte für unsere Heimgegangenen, er solle auch ein Ort sein, wohin wir uns in den Nöten des menschlichen Lebens flüchten können. Die Kapelle solle uns stündlich an das Ziel erinnern, das uns allen gesteckt ist und von dem Uhland in seinem ewigschönen Liede singt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Droben stehet die Kapelle,&lt;br /&gt;
  Schauet still ins Tal hinab,&lt;br /&gt;
  Unten singt bei Wies‘ und Quelle&lt;br /&gt;
  Froh und hell der Hirtenknab.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
  Traurig tönt das Glöcklein nieder&lt;br /&gt;
  Schauerlich der Leichenchor.&lt;br /&gt;
  Und der Knabe lauscht empor.&lt;br /&gt;
  Stille sind die frohen Lieder&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
  Droben trägt man sie zu Grabe&lt;br /&gt;
  Die sich freuten in dem Tal,&lt;br /&gt;
  Hirtenknabe, Hirtenknabe,&lt;br /&gt;
  Dir auch singt man dort einmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf sprach Herr Gemeindevertreter Haubold. Er schilderte, wie die Gemeinde seit Jahren danach gestrebt habe, einen eigenen Friedhof zu besitzen. Es sei ein weltlicher Friedhof entstanden, wo sich jeder so betten lassen könne, wie er es für richtig findet. Man habe geglaubt, damit der Allgemeinheit zu dienen, daß es jedem unbenommen bleiben soll, seine Begräbnisse und Feiern nach seinen Wünschen einzurichten, auch mit kirchlicher Hilfe. Er wünschte auch mit Andersgesinnten friedliche Zusammenarbeit. Die Gemeinde habe ein Werk für die Zukunft geschaffen und das bereite den Gemeindevertretern Genugtuung. – Mit dem vom Gesangverein vorgetragenen Liede „Fahr wohl du schöner Maientraum“ fand die Feier ihr Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedhofsweihe19201101.pdf|mini|Zeitungsbericht über die Weihe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* DokuWiki-Quelle: `data/pages/friedhofsweihe1920.txt`&lt;br /&gt;
* Der Text wurde automatisch aus DokuWiki-Syntax in einen MediaWiki-Entwurf uebertragen und sollte vor der Veroeffentlichung redaktionell geprueft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Falkenau (Flöha)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dominic</name></author>
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